Vom Umgang mit Kunst im U-Bahn Bau

Die rechtsrheinischen U-Bahn-Haltestellen sind in Köln allesamt furchtbar.
Bekanntlich ist U-Bahn Bau eh eine Autofahrer-Baustelle. Gerade an der U-Bahn Station Wiener-Platz ist es schlecht für die Station, dass Verbesserungen zerstört wurden:
Bis vor wenigen Jahren gab es dort eine Klanginstallation des internationalen Künstlers Bill Fontana. Diese wurde zerstört. Der Künstler wurde weder von KVB, noch den Verantwortlichen der Stadt über den Einbruch & Diebstahl informiert.
2007 konnte ich selbst mit Fontana Kontakt aufnehmen. Zuvor sprach ich mit Menschen, die in der Vergangenheit gewohnt gut mit dem int. Künstler arbeiten durften. So auch ein WDR-Mitarbeiter. Die Sache bekam lokal in Köln-Mülheim jedoch nur kaum bis keine Aufmerksamkeit. Wir legten die Sache in einem Brief der lokale Presse dar, doch niemand hielt es für sinnvoll und nötig etwas über den Einbruch und Diebstahl zu berichten.
Dass die oftmals so "scharfe" KVB und ihr Wach-Personal den Einbruch/Diebstahl nicht einmal anzeigen mochte, spricht über das Verständnis mit Kunst am Bau im öffentlichen Raum.
Bill Fontanas Klanginstallation hatte das Klima in der U-Bahn Station Wiener-Platz bereichert. Darum ging ich gemeinsam mit meiner Frau dieser Sache nach. Wir sprachen mit den Bürgervertretern der CDU und der SPD. Auch hier Interessenlosigkeit. Na ja, da war gerade kein Wahlkampf, Geld fehlt im Steuersäckel ' eh chronisch und das Stadtarchiv gab es auch noch.
Die bei der Nachforschung uns entgegengebrachten Aussagen und Meinungen, die durch unser beherztes Nachfassen bei KVB und Behörden vermittelt wurden, waren allesamt unplausibel. Es passte nicht viel so recht zusammen. Zumal manches wie schlecht abgesprochen oder einfach wie richtig schlecht gelogen klang.
Auch Beauftragte der Stadt waren da nicht an einer Klärung der Umstände und Ursachen interessiert. Da fragt man sich doch, wie erst einmal der Umgang ist, wenn schon eine Raumplastik eines internationalen Künstlers so sang und klanglos auf die kalte Tour entsorgt wird.
Plausibel waren für uns nur wenige leise Stimmen von Angestellten der Stadt. Ein Mensch, der Verständnis für die Fragestellung zu Kunst im Öffentlichen Raum aufbrachte. Diese Haltung der Verantwortlichen zur zeitgenössichen Kunst im öffentlichen Raum kennt man ja aus der Kulturhauptstadt.
Heute nach wenigen Jahren kommt mir das nach wie vor wie ein bestellter Vandalismus vor. "Böse" formuliert: Beklaut und zerstörte die KVB damals Kunst im (Teil)-Öffentlichen Raum der U-Bahn-Haltestelle?
Von Bill Fontanas Klangskulptur blieb in der U-Bahn Wiener-Platz einzig eine Plakette an einem Tragpfeiler neben der Rolltreppe übrig. Siehe Foto.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Stadt-Köln_schaltet_Klangskulptur_ab.pdf | 30.58 KB |
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